Der orale Glukosetoleranz-Test (oGTT) ist ein Zuckerbelastungstest, mit dem Ziel eine gestörte Glukoseverwertung festzustellen. Die Glukosetoleranz ist die Fähigkeit des Körpers, eine bestimmte Menge Glukose zu verarbeiten, ohne dass der Blutzuckerspiegel übermäßig ansteigt. Eine gestörte Glukosetoleranz ist die Vorstufe zu einem Diabetes, bei dem die Blutzuckerwerte auch im nüchternen Zustand oftmals erhöht sind.
Der Patient sollte mindestens drei Tage lang eine kohlenhydratreiche Ernährung zu sich genommen haben. Am Morgen des Tests wird dann der Nüchternzucker gemessen. Danach erhält er eine bestimmte Menge Glukoselösung zum Trinken (oral = durch den Mund). Bei einem Gesunden steigen die Blutzuckerwerte leicht an und fallen innerhalb von zwei Stunden auf den Normalwert ab. Ist die Glukosetoleranz gestört, sind die Werte nach den zwei Stunden entsprechend erhöht.