MED Facharztzentrum
MED Facharztzentrum

Schonende Schmerzbehandlung an Gelenken durch konventionelle Strahlentherapie in der MED

04. Feb 2011

Seit Mai 2011 kann, neben der Röntgen- und MRT-Diagnostik, in der MED auch die konventionelle Strahlentherapie angeboten werden.

Häufigste Anwendungsgründe sind ein Fersensporn bei Fußsohlenfaszienreizung und Finger-Polyarthrosen sowie Arthrosen der Daumensattelgelenke. Geeignet ist die Bestrahlung auch bei Arthrosen der Knie- und Schultergelenke. Gute Erfolge gibt es auch bei Reizungen des Sehnenansatzes am Ellenbogen (Epicondylitis bzw. „Tennis-Ellenbogen“). Eine weitere Möglichkeit zur Behandlung stellt die Sehnenansatzreizung
in Höhe der Hüftgelenke dar. 


Mehr Beweglichkeit im Gelenk

Die Energie der angewandten Röntgenstrahlung beträgt 150kVolt und die Oberflächendosis auf der Haut entspricht pro Anwendungstermin 0,6 bis 1 Gy. Die Behandlung ist für das Gewebe praktisch ungefährlich. Es sind etwa
6 Anwendungstermine nötig. Eine einzelne Bestrahlung dauert dosisabhängig 17 bis 50 Sekunden. Durch die Bestrahlung wird der Stoffwechsel im schmerzenden Gewebe von sauer nach basisch verschoben und dies wirkt auf die Schmerzfasern im Sinne einer Schmerzlinderung ein. Durch den nachlassenden Schmerz verbessert sich die Beweglichkeit im Gelenk und es setzt eine allgemeine Besserung ein.

Dieser Effekt ist bei etwa Dreiviertel der Patienten zu beobachten. Die konventionelle Strahlentherapie gilt als eine sehr risikoarme Behandlung mit hoher Erfolgsrate bezüglich der Schmerztherapie. Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf. Bereits bestehende Schmerzen können sich vorübergehend leicht verstärken. Selten kann eine leichte Hautrötung und
Hauttrockenheit auftreten. Im Vergleich mit den möglichen Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten (Nierenschäden, Magen-Darm-Beschwerden) sind diese Begleiterscheinungen zu vernachlässigen. 


Zeitpunkte:

Die Bestrahlung wird montags bis freitags durchgeführt. Es ist ein zeitlicher Abstand von etwa 48 Stunden zwischen den Anwendungsterminen
einzuhalten. Ein kürzerer Abstand macht aus biologischen Gründen der Wirksamkeit keinen Sinn. Termine können in der Radiologischen Praxis in der
MED vereinbart werden.


Autor:

Dr. Klaus BlasingerDr. Klaus Blasinger
Facharzt für Radiologie

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen