MED in Mainz
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Was passiert eigentlich bei einer Darmspiegelung?

10.09.2018

Die Darmspiegelung gehört zu den Standarduntersuchungen der Krebsfrüherkennung. Sie kann ab einem Alter von 55 Jahren regelmäßig alle 10 Jahre als Kassenleistung in Anspruch genommen werden.

Sollten bei einer Untersuchung Auffälligkeiten wie Polypen entdeckt werden, kann der Zeitraum bis zur nächsten Untersuchung verkürzt werden. Auch Stuhlveränderungen und chronisch-
entzündliche Darmerkrankungen können bei der Koloskopie abgeklärt werden.

Die Darmspiegelung ist Bestandteil der Darmkrebs-Früherkennung und kann ab 55 Jahren und dann bei polypfreiem Befund alle zehn Jahre – bei Nachweis von Polypen auch früher – als Kassenleistung in Anspruch genommen werden.

Am Untersuchungstag

Vor jeder Darmspiegelung ist es nötig, den Darm zu reinigen, denn nur wenn der Darm vollständig sauber ist, kann der Arzt dessen Zustand korrekt beurteilen. Dazu erhält der Patient vor der Untersuchung ein Abführmittel und muss danach viel Wasser oder Tee
trinken, um den Darm gut zu spülen. Am Untersuchungstag selbst muss der Patient nüchtern erscheinen.

Da die Untersuchung von den meisten Menschen als unangenehm
empfunden wird, wird die Untersuchung häufig mit einer Beruhigungsspritze durchgeführt. Auf der Seite liegend wird das Endoskop vorsichtig eingeführt und durch den gesamten Dickdarm bis zum sog. Coecum (= blind endender Anfangsteil des Dickdarms) vorgeschoben. Um bessere Sichtverhältnisse zu bekommen, wird der Darm mit Luft oder Kohlendioxid (C02) aufgeblasen, auch kann noch verbliebende Flüssigkeit im Darm abgesaugt werden.

Der Arzt kann während der Untersuchung Bilder machen, Gewebeproben entnehmen oder Polypen abtragen.

Die Untersuchung dauert im Normalfall zwischen 15 und 45 Minuten
und kann in den meisten Fällen ambulant durchgeführt werden. Da das Beruhigungsmittel die Verkehrstüchtigkeit einschränkt, darf man nach einer Darmspiegelung bis zum nächsten Tag kein Auto selbst fahren und sollte sich von einem Angehörigen aus der Praxis abholen lassen.

Schmerzfreie Entnahme, schnelle Ergebnisse

Die Entnahme von verdächtigem Gewebe und die Entfernung von
Polypen sind schmerzfrei. Die entnommenen Proben werden an ein
pathologisches Institut geschickt und dort genau analysiert. Die Ergebnisse liegen meist schon nach wenigen Tagen vor.

Dr. Weber

Dr. med. W. Werner,
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Diabetologe DDG, Onkologisch qualifizierter Arzt







Dr Gödderz


Dr. med. W. Gödderz,
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Onkologisch verantwortlicher Arzt








Dr Küster
Dr. med. S. Küster,
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Notfallmedizin